Gestaltungsvorschläge für den Unterricht
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2. Unterrichtsvorschläge für kleine Gruppen oder Einzelne
2.4 Tagebuch schreiben
Ein Tagebuch zu schreiben, ist ein gutes Mittel, um die eigenen Gedanken besser zu ordnen oder zu verstehen. Es hilft dabei die Gefühle zu Papier zu bringen, wenn man sie auf andere Art und Weise nicht ausdrücken kann. Es fällt einem auch leichter etwas wahrzuhaben, wenn man es «Schwarz auf Weiss» sieht.
Es ist klar, das es nicht jedem liegt, zu schreiben und nicht jeder ein begnadeter Schriftsteller ist. Der Schüler soll auch nicht ein Meisterwerk abliefern und jeden Tag mindestens fünf Seiten schreiben. Er kann auch Zeichnungen und Skizzen erstellen.
Er darf selbst bestimmen, was und wie viel er schreibt. Damit er es sich jedoch nicht zu bequem macht und sich davor drückt, sollte er mit sich selbst eine Art Vertrag über die Minimalanforderung aushandeln, zum Beispiel, dass er zumindest immer das Datum des jeweiligen Tages aufschreibt oder dass er es mindesten drei Monate lang führt.
In diesem Heft oder Buch hat alles Platz, was einem so durch den Kopf geht. Alle Gefühle sollen festgehalten werden, auch die und Enttäuschung. Es ist nicht verboten, zu schreiben, dass man wütend auf den Verstorbenen ist, weil er sich das Leben genommen hat und so einfach verschwunden ist. Man darf wirklich alles schreiben. Niemand wird das Tagebuch lesen und darüber urteilen. Wenn es der Schüler wünscht, kann er daraus vorlesen, um so andere an seinen Gedanken teilhaben zu lassen.
Hatte ein Schüler anfänglich mühe, seine Gedanken auszudrücken und darüber zu sprechen, wird er ziemlich sicher feststellen, dass es nun leichter fällt, sich zu äussern, nachdem er das Tagebuch über einen gewissen Zeitraum hinweg geführt hat.
Als Anregung ein Tagebuch zu führen kann auch das Buch «Das Jahr ohne Pit», dienen, welches in dieser Form geschrieben ist.
Das Jahr ohne Pit: GERBER-HESS, M. (1989)
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